Ausbau


Die Altmark entspricht in der Größe dem Saarland und Luxemburg zusammen.
Den Ausbau einer solchen Fläche mit einer komplett neuen Breitbandinfrastruktur realisert der Zweckverband Breitband Altmark (ZBA) mit dem Konzept des Glasfasers in jeden Haushalt (Fibre to the Home). In Kontakt mit zertifizierten Beratungsfirmen aus dem Bereich der Breitbandentwicklung Deutschlands, wurden Investitionsrechnungen erstellt, die den finanziellen Aufwand des Vorhabens veranschaulichten.
Die Erschließung der gesamten Altmark wird mit rund 140 Mio € eine Mammutaufgabe. Deshalb hat sich der Zweckverband entschlossen Förderanträge auf die Bundes- und Landesfördertöpfe mit Focus Breitbandausbau zu stellen. Hierbei ergeben sich die förderfähigen Ausgaben aus den Investitionskosten von 140 Mio Euro vermindert um die zu erwartenden Pachterträge über 25 Jahre.
Der übrige Aufwand ist Teil der Förderanträge und kann durch den Bund mit 50% sowie durch das Land mit 40% gefördert werden.
Daraus ergibt sich ein Restbetrag von ca. 81 Mio Euro die durch den ZBA in die Altmark investiert werden.

Strategieanpassung


Eine eigenwirtschaftliche Erschließung der Altmark allein durch den ZBA ist wegen der Marktentwicklung nicht mehr für alle Gebiete möglich. In einigen Gemeinden, in denen die Akquise bereits angelaufen war, wurden die erforderlichen Quoten nicht erreicht. Deshalb wird nun nachjustiert. Die Einbeziehung von Landes- und Bundesfördermittel in die Projektfinanzierung soll die flächendeckende Erschießung sichern.
Die bisherigen 8 Cluster (Bild: Clusterung der Altmark) des Zweckverbandsgebietes gehen nun in 3 Projekgebiete auf. (Bild: Aufteilung in Projektgebiete)
Bisherige Akquisetätigkeiten waren nicht vergebens sondern ergeben insbesondere in den Clustern 3 und 4 schon jetzt Gewissheit, dass sich die Investitionen durch den Bedarf an Anschlüssen decken lässt.

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Clusterung der Altmark

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Aufteilung in Projektgebiete


Zeitplanung


Die zeitliche Planung des Ausbaus ist von mehreren Faktoren abhängig. Ausgehend von positiven Förderbescheiden der Bundes- und Landesförderanträge kann mit der Detailplanung der Tiefbautrassen und der Netztopologie begonnen werden. Erst darauf aufbauend kann die Vergabe der Bauleistungen durch ein EU-weites Vergabeverfahren erfolgen. Ende 2017 soll der Baubeginn parallel in allen Projektgebieten erfolgen und mit der Fertigstellung Mitte 2019 enden. Die Erschließung der Ortslagen in den Projektgebieten erfolgt schnellstmöglich, wodurch Ortslagen schon vor Ende der Bauphase in den Genuß schnellen Internets kommen. Durch die Nutzung von vorhandenen Infrastukturen von Strom- und Gasversorgern kann in vielen Ortslagen eine Erschließung ohne erneute Tiefbaumaßnahmen erfolgen. Praktische Erfahrungen aus Cluster 1 - Arneburg zeigen auf, dass unvorhersehbare Probleme den Baufortgang beeinflußen können.
Derzeit warten wir weiterhin auf die positiven Förderbescheide aus den Ministerien, weshalb eine verlässliche Zeitplanung im Moment nicht möglich ist.